Lukas Bärfuss (* 30. Dezember 1971 in Thun) ist ein Schweizer Schriftsteller, Bühnenautor, Theaterregisseur und Dramaturg.
Lukas Bärfuss arbeitete nach neun Jahren Primarschule unter anderem als Tabakbauer, Eisenleger, Gabelstaplerfahrer und Gärtner.[1] Zwischen seinem 16. und 20. Lebensjahr war er mehrfach obdachlos und lernte, «was es heisst, arm zu sein in einem Land, in dem es Armut eigentlich nicht geben sollte».[2] Nach der Rekrutenschule war er als Buchhändler in Bern tätig sowie später in einer kollektiv geführten Buchhandlung in Fribourg. Parallel dazu holte er sein Buchhändler-Diplom nach. Seit 1997 arbeitet Bärfuss als freier Schriftsteller.[3] Er wurde vielfältig ausgezeichnet; 2019 erhielt er den renommierten Georg-Büchner-Preis. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung bezeichnete sein Werk unter anderem als von «hoher Stilsicherheit und formalem Variationsreichtum»[4] durchzogen, das «stets neu und anders existentielle Grundsituationen des modernen Lebens» erkunde.[5] Er schreibt zudem Gastbeiträge für verschiedene, deutschsprachige Tageszeitungen, darunter auch für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Süddeutsche Zeitung. Zwischen 2009 und 2013 wirkte er als Dramaturg am Schauspielhaus Zürich, wo er bis heute verschiedene Gesprächsreihen moderiert. In der Reihe Weisse Flecken traf er zum Beispiel auf Ruth Durrer und Hugo Stamm. Bei den Zürcher Gesprächen waren seine Gesprächspartner Ulrike Guerot, David Chipperfield und andere. 2023 kuratiert Bärfuss das Forum beim Literaturfest München.[6]
Quelle: Wikipedia